Anstatt die Möglichkeit wahrzunehmen am Samstag gegen Neonazismus auf die Straße zu gehen, veranstaltet das “Geiselhöring bleibt BUNT – Aktionen gegen Extremismus” – Bündnis ein „friedliches Adventskonzert“ unter dem Motto „Besinnlichkeit statt Extremismus“. Einmal mehr findet hier eine Gleichsetzung von „Links“ und „Rechts“ statt. Antifaschist_innen, welche an diesem Tag gemeinsam gegen die rassistischen, nationalistischen, antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Inhalte des Wikingerversandes demonstrieren wollen, werden mit denen gleichgesetzt, welche ein solches Weltbild verbreiten und in sich tragen.
Es geht nicht darum Geiselhöring zu unserer „Homezone“ zu machen, sondern Menschen, die die Inhalte des Wikingerversandes nicht tolerieren wollen eine Möglichkeit zu geben ihren Unmut kund zu tun. Dass Geiselhöring seit geraumer Zeit immer mehr zur Anlaufstätte für Neonazist_innen aus allen Regionen und Spektren verkommt ist kein Geheimnis. Daher ist es umso skandalöser, dass nun im Vorfeld einer Demonstration, welche sich gegen diese Tatsache richtet, die Teilnehmer_innen, sowie die Inhalte der Demo als „extremistisch“ abgetan und in aller Öffentlichkeit diffamiert werden.
Wir fordern daher weiterhin alle Antifaschist_innen auf, sich am Samstag an der Demo gegen den Wikingerversand zu beteiligen um zu zeigen, dass sich Antifaschismus weder verbieten, kriminalisieren noch unter Verwendung des „Extremismusbegriffs“ diffamieren lässt.
Gegen Extremismusquatsch! Wikingerversand dichtmachen – Naziläden schießen! Es gibt kein ruhiges Hinterland!


Alle Menschen, die den Extremismusbegriff fördern bzw. vertreten, sind und bleiben Geschichtsrevisionist_Innen.
Und solchen Leuten ist null Toleranz entgegenzubringen, auch nicht am morgigen Samstag!